Gesundheitszentrum Osnabrück 1
Gesundheitszentrum Osnabrück 2
Gesundheitszentrum Osnabrück 3
Osnabrück, 2006, Karte
Neubau eines Zentrums für Ärzte und Medizinische Dienstleistungen
Wettbewerb, 3. Preis
GPI Grundwerte & Projektideen Beteiligungsgesellschaft mbH
44.000 m³, 13.000 m²
Kompetenzindex: Gesundheit

Entwurfsidee

Die Erkennbarkeit des Gebäudes in seiner Funktion als halböffentlicher Ort der Beratung und medizinischen Dienstleistung sowie als individueller Identifikationsort im städtischen Kontext stellt das Gesundheitszentrum Parkstrasse in das Spannungsfeld von stadträumlicher Einbindung in den Ort und objekthafter Erlebbarkeit seiner spezifischen Nutzung.

Aus diesem Spannungsfeld ist eine Gebäudeform entwickelt worden, die in einem Transformationsprozess durch Verschwenkung der Gebäudeflucht und durch Modulieren der Volumenfigur den Übergang vom Stadtblock zum freistehenden Objekt im Kontext der Villa thematisiert.

Das Zusammenfassen der beiden Funktionsbereiche Ärztehaus und Dienstleistungsgebäude stärkt deren inhaltliche Beziehungen und schafft einen grosszügigen und geordneten Freiraum, der teilweise dem Stadtraum zurückgegeben wird.

Die Ausbildung einer Adresse mit einer gemeinschaftlichen Erschliessungspassage stärkt die architektonische Idee und unterstreicht die öffentliche Adressenbildung der Liegenschaft.

Die Modulierung des Baukörpers im Sockelbereich und Staffelgeschoss nimmt Bezüge der Nachbarschaft auf und reagiert auf die Höhenentwicklung in der Parkstrasse.


Städtebau

Die übergeordnete Blockstruktur im Stadtteil Wüste hat ihren räumlichen Schwerpunkt im Hoffmeyerplatz. Die Blockstruktur wird präzis an den Übergängen zur Nachbarbebauung aufgenommen und mit einer Verschwenkung der Gebäudeflucht auf die historisch geprägte freie Stellung der Villa ausgerichtet.

Aus der Verschwenkung entwickelt sich der Übergang von der geschlossenen Strassenflucht des Quartiers zur der Aufgabe angemessenen und dem Stadtkontext der Villa zugeordneten Ausbildung eines eigenständigen Baukörpers. Dabei wird die Massstäblichkeit der Villa in der Volumenstruktur aufgenommen.